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Warum Diäten dick machen

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Diäten machen dick, weil sie Ihren Kalorian-Grundumsatz manipulieren. Quelle: 123rf

Nach der Weihnachtszeit oder für die Sommerfigur ist es immer wieder so weit: Jeder will abnehmen. Diäten, „Trend-Diäten“ und Crashkuren, die Ihnen eine schnelle und hohe Gewichtsabnahme versprechen, füllen alle Zeitschriften. Dabei sind diese Hungerkuren nicht nur sinnlos, sondern purer Stress für Ihren Körper.

Glauben Sie diesen Versprechen nicht

Viele dieser Kuren sind einseitig und schwören auf bestimmte Lebensmittel. Aber wer schafft es schon, sich über Wochen oder Monate nur von Kartoffeln, Ananas oder Kohlsuppe zu ernähren? In den ersten zwei bis drei Tagen erleben Sie bei Blitzdiäten oft eine hohe Gewichtsabnahme auf der Waage, die Hoffnungen auf einen schnellen Erfolg weckt. Tatsächlich beruht dieser Gewichtsverlust aber auf Wasserverlust. Ihr Körper nutzt jetzt seine Eiweiß- und Glykogenreserven, die in Ihrem Körper besonders viel Wasser binden, als Energiequelle. Daher finden Sie bei Crash-Diäten auch oft den Tipp, an Kochsalz zu sparen. Dieser Verzicht fördert zwar Ihre Wasserausscheidung, beeindruckt Ihre Fettzellen aber wenig. Selbst bei einer radikalen Nulldiät benötigt Ihr Körper drei bis vier Tage, um ein Kilogramm Körperfett einzuschmelzen.

Vorsicht vor Diät-Shakes!

Diese Produkte haben natürlich den Vorteil, dass Sie beim Abspecken nicht darüber nachdenken müssen, was Sie essen. Sie machen Ihrem Körper aber auch das Leben zu leicht: In diese Trinknahrung muss Ihr Körper kaum Energie für die Verdauung investieren. So verbrauchen Sie deutlich weniger Kalorien, als wenn Sie natürliche Lebensmittel essen wie Gemüse, Obst oder Vollkornprodukte. Falls Sie auf diese Produkte nicht verzichten möchten, knabbern Sie viel Rohkost dazu, um Ihre Verdauung auf Trab zu halten.

Was Ihnen eine gute Diät bietet

Eine gute Diät

  • ist abwechslungsreich, macht satt und schmeckt,
  • kennt keine strengen Verbote,
  • berücksichtigt Ihre persönlichen Vorlieben und Abneigungen,
  • verringert Ihr Gewicht Schritt für Schritt,
  • gibt geringe Vorgaben zum Gewichtsverlust,
  • vermittelt einen Ess- und Lebensstil, den Sie auf Dauer halten können.

Die „Eisbären-Falle“: 90 Prozent aller Menschen nehmen nach einer Diät wieder zu!

Eisbären wissen genau, dass sie sich auf magere Zeiten im Winter vorbereiten müssen, und legen sich einen Winterspeck zu. Die kalten Monate verbringen sie dann in einer Winterruhe und fahren ihren Stoffwechsel runter, um Energie zu sparen. Genauso funktioniert auch Ihr Körper: Wenn wieder die mageren(Diät-)Zeiten ausgebrochen sind, kann er seine Leistung extrem stark drosseln. Als Folge verbrauchen Sie dann einfach weniger Kalorien – und das auf Dauer. Der sogenannte Grundumsatz sinkt förmlich in den Keller. Dieser Begriff steht für die Energiemenge, die Sie ohne Bewegung für die ganz normalen Körperfunktionen (z.B. Atmung, Herzschlag, Körpertemperatur) benötigen. Bereits drei bis vier Wochen Diäthalten können Ihren Grundumsatz für rund zwölf Monate aus dem Takt bringen. Durch das ständige „Diäten“ haben gerade viele Frauen ihren Kalorienverbrauch erschreckend weit heruntergefahren. Er liegt dann oft unter 1.000 Kilokalorien (statt rund 2.000 kcal) pro Tag. Mit zwei belegten Brötchen ist der Energiebedarf dann schon fast gedeckt. Es ist also kein Wunder, wenn Sie nach Diäten rasch wieder zunehmen – meist sogar mehr, als Sie vorher abgespeckt haben. Bei wiederholten Diäten bewegt sich das Gewicht daher wie ein Jo-Jo immer wieder auf und ab. Schraubt sich Ihr Gewicht mit jeder Diät höher, sprechen Experten auch von einer Diätspirale.

Ihr Grundumsatz ist messbar

Eine genaue Bestimmung Ihres Grundumsatzes ist nur durch eine Messung, zum Beispiel mit Hilfe der indirekten Kalorimetrie über den Sauerstoffverbrauch, möglich. Eine solche Messung führen Ernährungs- und Sportmediziner durch.

Der ständige Wechsel zwischen hohem und einem etwas niedrigeren Körpergewicht macht nicht nur dick, sondern auch krank. Gerade bei einer sehr strengen Diät steigt beispielsweise das Risiko zur Bildung von Gallensteinen deutlich an. In wissenschaftlichen Studien konnte auch gezeigt werden, dass häufige Abspeckkuren mit einer anschließenden Gewichtszunahme die Gefahr von koronaren Herzkrankheiten (Arterienverkalkung, mangelnde Sauerstoffversorgung des Herzens, Risiko eines Herzinfarktes) erhöhen.

Nutzen Sie den „Abnehm-Coach“ Eiweiß

Will Ihr Körper Eiweiß aus der Nahrung als Energiequelle nutzen, muss er zunächst einmal reichlich Energie (Kalorien) investieren. So „verheizen“ Sie nach einer eiweißreichen Mahlzeit viel mehr Energie als nach einem fett- oder kohlenhydratreichen Essen. Nehmen Sie beispielsweise 100 Kalorien in Form von Eiweiß auf, verbrennt Ihr Körper etwa 18 bis 25 Prozent dieser Energie allein für die Verwertung von Eiweiß. Zum Vergleich: Bei Fett sind es nur 2 bis 4, bei Kohlenhydraten 4 bis 7 Prozent. Aber Vorsicht: Auch eine erhöhte Eiweißzufuhr – vor allem mit Eiweißpräparaten – birgt Gefahren, beispielsweise für die Nierenfunktion!

Ihre 8 Top-Eiweißkombinationen für einen aktiven Stoffwechsel

  1. Kartoffeln und Ei
  2. Kartoffeln und Quark
  3. Rindfleisch und Kartoffeln
  4. Hülsenfrüchte und Fleisch
  5. Bohnen und Mais
  6. Milch und Weizen
  7. Hühnerei und Weizen
  8. Hühnerei und Milch

Sie sehen: Auf die Mischung kommt es an. Für eine gute Eiweißversorgung brauchen Sie keine Fleischberge zu verschlingen. Ein besonders wertvolles Eiweiß bieten Sie Ihrem Körper durch die geschickte Kombination von tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln. Schon kleine Portionen versorgen Ihren Körper so mit hochwertigem Eiweiß, das alle Bausteine enthält, die Ihr Körper für die Produktion körpereigener Eiweiße benötigt.

15 Tipps, wie Sie sich aus der Diätspirale befreien finden Sie hier.

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