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Konzentration: Mit Bewegung geht’s besser

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Sport fördert nicht nur bei Kindern die Konzentration und Leistungsfähigkeit des Gehirns! Quelle: 123rf

Bei Kindern regt Sport die Reifung des Gehirns an. Auch bei Erwachsenen hat körperliche Bewegung positive Auswirkungen auf das Gehirn. Das menschliche Gehirn braucht immer wieder neue Anreize und Anregungen, um seine Leistungsfähigkeit zu erhalten bzw. zu verbessern – das bietet z.B. körperliche Bewegung. Unter anderem haben Forscher der Universität Ulm herausgefunden, dass sich bereits nach sechs Wochen regelmäßigen Ausdauertrainings die Konzentrationsfähigkeit, das räumliche Vorstellungsvermögen und die Stimmung der Versuchspersonen verbesserten.

Auswirkungen der Bewegung auf den Organismus:

  • Der Organismus produziert bei der Bewegung eine unendliche Vielzahl von Reizen (sogenannte Propriozeption/ Eigenempfindung), die verarbeitet werden müssen.
  • Der Energiestoffwechsel wird angeregt.
  • Die Durchblutung sämtlicher Körperregionen wird während oder auch nach der Belastung verbessert.
  • Das Immunsystem wird aktiviert und auf Dauer gestärkt.

Körperliche Bewegung verbessert die Gehirndurchblutung und aktiviert den Stoffwechsel der Nervenzellen. Besonders geeignet sind nicht nur Laufen, Schwimmen und Radfahren, sondern auch ein zügiger Spaziergang. Zudem wird beim Gehen auf unebenem Gelände Ihre Aufmerksamkeit gefordert, Ihr Gleichgewichtssinn trainiert und das harmonische Zusammenspiel sämtlicher Funktionselemente Ihres Bewegungsapparats verbessert.

Regelmäßiges Ausdauertraining regt auch die Bildung neuer Blutgefäße und Nervenzellenverbindungen an. Je größer und komplexer diese Netze sind, umso mehr Kontakte bestehen zwischen den Gehirnzellen. Das bewirkt, dass das Verarbeiten, Abspeichern und Abrufen von Informationen besser funktioniert. Ausdauertraining steigert daher die Aufmerksamkeit, das Denkvermögen und die Gedächtnisleistung.

Aktivität und Erholung sind wichtig

Unser Körper kann viel leisten, wenn man ihn richtig trainiert. Durch den regelmäßigen Wechsel von Training und Erholung passt sich der Organismus an, und die Leistungsfähigkeit steigt im Laufe der Zeit an. Das bedeutet, dass auch die Erholung ein Bestandteil des Trainings ist. Ihr Leistungsniveau würde sinken, wenn die Trainingsreize in zu kurzen Abständen erfolgen und die Erholungsphasen zu kurz geraten (Übertraining). Daher ist es wichtig, Ihren Trainingsaufbau vorsichtig zu dosieren und dem Organismus die notwendigen Erholungsphasen zu gönnen, die er für eine Leistungssteigerung braucht.

Merkmale des Übertrainings:

  • Konzentrationsschwäche
  • Leistungsabfall
  • Gewichtsverlust
  • Schlafstörungen
  • Infektanfälligkeit
  • Unlust, schlechte Stimmungslage

Die Dauer der Erholungsphase ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Die Faktoren, die Übertraining verursachen, sind Häufigkeit (Sie trainieren zu oft pro Woche), Dauer (Sie sind zu lange unterwegs) und/oder Intensität (Sie strengen sich zu sehr an).

Mein persönlicher Tipp: Schaffen Sie neue Anreize fürs Gehirn

Das Gehirn braucht stets neue Anreize. Gestalten Sie Ihr Trainingsprogramm abwechslungsreich und bauen Sie immer wieder neue Übungen ein.

Vertrauen Sie Ihren eigenen Fähigkeiten

Laufanfänger bezweifeln oft die Möglichkeit, dass sie selbst vielleicht einmal einen Halbmarathon oder gar Marathon laufen könnten. 42 Kilometer an einem Stück? Kaum glaublich! Doch während des Lauftrainings – ohne dass Sie das konkrete Ziel Marathon vor Augen haben – entwickeln Sie von Trainingseinheit zu Trainingseinheit quasi automatisch immer ein bisschen mehr Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Bewegung stärkt das Körper- und Selbstwertgefühl und sorgt für seelische Ausgeglichenheit. Wenn Sie regelmäßig und effektiv trainieren, passt sich Ihr gesamter Organismus der körperlichen Belastung an. So werden Sie nach und nach merken, dass Sie Ihrem Körper Belastungen zumuten können, von denen Sie kurz zuvor nicht zu träumen gewagt hätten.

Bewegung hält Sie auch im Alter geistig fit

Mit dem Alter verliert das Gehirn üblicherweise an Volumen, das unter anderem für Aufmerksamkeit, Gedächtnisleistung und Antrieb verantwortlich ist. Auch die Anzahl der Verbindungen zwischen den Nervenzellen kann sich verringern. Darüber hinaus verschlechtert sich die Durchblutung des Gehirns. Die Alterungsvorgänge, bezogen auf die geistige Leistungsfähigkeit, werden in der Regel so beschrieben:

  • Die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung (die Schnelligkeit, mit der Sie zum Beispiel etwas wahrnehmen, addieren oder erinnern) lässt nach.
  • Es wird schwieriger, zwischen mehreren Aufgaben zu wechseln.
  • Das Gedächtnis lässt nach.

Verschiedene Studien zeigen jedoch, dass ein aktiver Lebensstil die geistige Leistungsfähigkeit im Alter verbessert, sodass den oben genannten Prozessen vorgebeugt werden kann. Zudem gibt es zahlreiche wissenschaftliche Hinweise darauf, dass Bewegung das Risiko mindert, an Demenz zu erkranken.

Trinken Sie regelmäßig für Ihre Denkleistung

Vor allem in Stresssituationen vergessen viele Menschen, ausreichend zu trinken. Dem Gehirn fehlen neben der Flüssigkeit dann auch wichtige Wirkstoffe wie z. B. Magnesium oder Phosphat. Die Folge: Ihre Konzentration und Ihre Denkleistung lassen nach. Trinken Sie nicht erst, wenn Sie Durst verspüren, sondern über den ganzen Tag verteilt mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit wie Wasser, ungesüßte Tees und Fruchtschorlen.

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